Indianisches Horoskop

Die Basis des indianischen Horoskops stellt das Medizinrad dar, ein Kreis, der zwölf Monde beinhaltet, denen Elemente, Pflanzen, Farben, Mineralien und Tiere zugeordnet sind. Der Begriff Medizin darf nicht nach der westlichen Definition verstanden werden. Er umfasst, bezogen auf das Medizinrad, alles, was den Menschen geistig und körperlich heil und vollkommen werden lässt. Der Geburtszeitpunkt eines Menschen bestimmt den Mond auf dem Medizinrad, unter dem er geboren wurde. Die Eigenschaften der zugeordneten Farben, Mineralien, Tiere, Winde und Pflanzen prägen die persönlichen Eigenschaften des Menschen.

Medizinrad und Zuordnung

Die Indianer lebten nicht nur in enger Naturverbundenheit, sondern begegneten allem Leben auf der Erde mit großer Ehrfurcht. Sie lebten unter dem Vater Himmel, der von Großvater Sonne und Großmutter Mond erhellt wird. Sie wussten um Naturvorgänge und Wettererscheinungen, um das Verhalten der Tiere und kannten die Orte, an denen bestimmte Pflanzen und Steine zu finden waren. In Tieren sahen sie dem Menschen ebenbürtige Wesen. So ist es nicht verwunderlich, dass jedem Menschen, bestimmt durch das Medizinrad, bei seiner Geburt ein Totemtier mitgegeben wurde, das ihn ein Leben lang als Krafttier begleitete. Im Gegensatz zu anderen Kulturen glaubten die Indianer nicht, dass mit der Geburt eines Menschen, auch sein Schicksal bestimmt und sein Charakter auf immer und ewig festgelegt ist. Sie gingen davon aus, dass im Laufe des Lebens immer wieder die zwölf Monde des Medizinrads, Entwicklungsstufen entsprechend, durchlaufen werden. So verhält es sich auch mit dem Krafttier. Seine Eigenschaften werden bei der Geburt auf den Menschen übertragen. Von ihm geht aber auch Zeit des Lebens Energie aus, die vom jeweiligen Menschen genutzt werden kann. Heil werden und sein hängt für den Indianer eng mit der Energie seines Totemtiers zusammen. Im Laufe des Lebens kann aber noch ein anderes Krafttier beeinflussend in das Leben treten. Der Indianer fand es durch innere Einkehr in tiefer Meditation. Dem Geburtsmond sind Elemente zugeordnet, wobei Feuer für den Geist, Spiritualität und Kreativität steht, Luft für Logik und Hausverstand, Erde für Ordnung, Festigkeit und Fruchtbarkeit und das Wasser für die Gefühlswelt, für die Seele. Den Elementen wiederum sind stets drei Totems zugeteilt. Aus den zwölf Totems und den vier Elementen ergeben sich somit vier Clans. Der Habicht-Clan ist mit den Totemtieren Eule, Lachs und Falke dem Feuer zugeordnet, der Schmetterlings-Clan der Luft mit Hirsch, Rabe und Otter, der Schildkröten-Clan der Erde mit Biber, Braunbär und Gans und der Frosch-Clan dem Wasser mit Schlange, Specht und Wolf. Die Winde teilen das Medizinrad in vier Viertel, die jeweils den Jahreszeiten und ihren Eigenschaften entsprechen. Der Ostwind bedeutet Frühling, Neubeginn und Wachstum und der Südwind Sommer und Blüte des Bewusstseins. Der Westwind leitet den Herbst ein, bringt Frucht und Reife und der Nordwind symbolisiert den Winter, die Zeit der Jagd, des Zusammenhaltens, des Zusammenrückens. Das Geburtstotemtier gibt dem Menschen seine Persönlichkeit mit, das Richtungstotemtier zeigt, wie er der Welt begegnet und spiegelt sein Innerstes. Der Adler als Richtungstotemtier gehört zu Frühling und Ostwind. Dem fliegenden Adler am Himmel entgeht nichts, er sieht alles. Die Maus, Sommer und Südwind, reagiert auf kleinste Bewegungen und der Braunbär, Herbst und Westwind, zeigt Stärke und Kraft. Norden und Winter werden vom Büffel beherrscht, ein Tier, das für Wissen und Erkenntnis steht.

Geburtstotemtiere und Großmutter Mond

Die verantwortungsvolle Gans mit dem Quarz, der Farbe Weiß und der Birke gibt ihre Eigenschaft von 22. Dezember bis 19. Januar an die in dieser Zeit geborenen Menschen weiter. Auf sie folgt der humorvolle Otter von 20. Januar bis 18. Februar mit Türkis, der Farbe Silber und der Zitterpappel. Der Otter möchte alles erforschen und entdecken. Der diplomatische Wolf überträgt Einfühlsamkeit und Sensibilität vom 19. Februar bis 20. März. Ihm sind Jade und Blaugrün zugeteilt. Von 21. März bis 19. April gilt der Falke als Totemtier mit Opal, Gelbgrün und der Ulme. Der Falke zeigt anderen Menschen den Weg. Kreativität und Loyalität schenkt der Biber mit Blutstein, der Farbe Blau und der Eberesche von 20. April bis 20. Mai. Klugheit ist die vom Hirsch in der Zeit von 21. Mai bis 20. Juni übertragene Eigenschaft. Ihn begleiten Achat, Grün und Erle. Mit Liebe und viel Gefühl kann sich der Specht in andere hineinversetzen, von 21. Juni bis 22. Juli, mit Rosenquarz, der Farbe Rosa und der Espe. Der gütige Lachs regiert von 23. Juli bis 22. August. Er schenkt mit Granat, Rot und Erle den Menschen Selbstvertrauen. Zuverlässigkeit zeichnet den Braunbären aus. Er beherrscht die Zeit von 23. August bis 22. September, gemeinsam mit Topas, Dunkelrot und Weißbuche. Toleranz prägt den Charakter des Raben, der die Zeit von 23. September bis 23. Oktober am Medizinrad bestimmt, zusammen mit Jaspis, der Farbe Braun und dem Weinstock. Die leidenschaftliche Schlange folgt vom 24. Oktober bis 21. November. Ihr zugeteilt sind Amethyst, Orange und die Weide. Am Ende des Jahreskreises steht die gerechte Eule, deren Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit dem in ihrem Zeichen Geborenen mitgegeben wird. Obsidian, die Farbe Schwarz und die Schwarzfichte begleiten sie. Einen weiteren Einfluss zum Zeitpunkt der Geburt übt Großmutter Mond mit ihren Phasen aus. Der zunehmende Mond, noch stärker der Vollmond, lässt die Menschen aufgeschlossen werden. Sie begegnen ihren Mitmenschen offen, mit Freundlichkeit und einem großen Herzen. Wenn nach dem Vollmond Großmutter Mond wieder im Abnehmen begriffen ist, kehren die Menschen sich nach innen, sind introvertiert und verschlossen. Besonders stark ausgeprägt sind die Eigenschaften bei Neumond-Geborenen. Das indianische Volk richtete auch seine Arbeiten nach dem Mond aus. Der starke Einfluss, den der Mond auf die Erde ausübt, war ihm bestens bekannt. Um eine neue Arbeit zu beginnen, war die Zeit des Vollmonds die geeignetste. Aber auch die Fertigstellung der Arbeit wurde derart geplant, dass sie in die Vollmondphase fiel. Auf die Suche nach neuen Ideen begaben sich die Indianer beim abnehmenden Mond. Großmutter Mond spielte eine wichtige Rolle in ihrem Leben, so wie die Winde und die gesamte Natur, in der sie lebten. Totemtier und Krafttier wurden im Leben eines Menschen mit zunehmendem Alter immer stärker, sie konnten heilen und erleuchten, konnten Kraft geben und ermutigen. Sie schenkten Erkenntnis, Weisheit und Vollkommenheit. Von der Geburt bis zum Tod, als treuer Begleiter.

International

Neu! CallBack Service

Berater im Gespräch oder offline? Jetzt Rückruf veranlassen! mehr Info